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Montag, April 06, 2009

JA! zum Bundestagswahl-Boykott 2009

Trotz einiger E-Mails und Kommentare, von einem Aufruf zur Boykottierung der Bundestagswahl abzusehen, bleibe ich weiterhin bei meiner Ansicht/Absicht.
Das ist keine Sturheit oder ein Sich-Verschließen gegen rein rationale Argumente, sondern es ist meine Meinung, daß:

- die Berliner Polit-Marionetten weder durch schein-demokratische Verfahren
(wie eine Bundestagswahl), noch sonstwie von den Schalthebeln zu entfernen ist.

- wer sich an dieser Farce beteiligt, l e g i t i m i e r t diese neoliberalen
Halunken weiterhin und zementiert den Status Quo auf weitere 4 Jahre.

- spielt es keinerlei Rolle, von welcher Partei die Schmarotzer sind, denn die
w a h r e n Strippenzieher sind weiterhin unsichtbar (alle Macht geht von
der L o b b y aus).

- eine massive Steigerung des Nichtwähler-Anteils hätte eine breite Signalwirkung
zur Folge und als Konsequenz die fehlende Legitimation der Berliner Junta.

- darauf aufbauend hätte eine (basisdemokratische) Revolution eine reale Chance.

Anscheinend ist die Krise bei Otto-Normal-Bürger noch immer nicht angekommen, bzw. mangelt es wohl den meisten Mitbürgern an Vorstellungsvermögen, zu was diese Rezession führen könnte.
Offenbar gehen viele davon aus, daß diese Krise zwar in irgend einer Form vorhanden ist, aber (noch) keine konkreten Folgen für das persönliche Leben hat, und vielleicht geht sie ja, "heile, heile Gänschen" wieder vorbei.

Den meisten ist in keiner Weise bewußt, daß der Kapitalismus an sich auf dem Sterbebett liegt; dem komatösen Patienten werden hektoliterweise Blut in Form von Billionen Euro, Dollar etc. in den maroden Leib gepreßt.
Vergebliche "Liebesmüh´", denn dieser Patient ist bereits so verrottet und von der Gier seiner Protagonisten so sehr zerfressen, daß da (leider?) NIX mehr hilft!

Die G-20-Idioten übertreffen sich in blindem, hilflosen Aktionismus, aber in Wahrheit weiß niemand wirklich weiter.

Dies ist die (erneute) Stunde der Bankster, um dem Politiker-Pack nochmals die Pistole auf die Brust zu setzen, damit die Billionen schön weiter sprudeln, damit auf dem Markt noch einigermaß profitable Unternehmen und Finanzinstitute aufgekauft werden können.

Die Rechnung - man ahnt es dumpf, zahlen am Ende WIR! Wer denn auch sonst?
Aber diese unbequeme Wahrheit bekommen wir (garantiert) erst n a c h der Bundestagswahl präsentiert.
Vor kurzem fand eine Demo statt unter dem Motto: "Wir zahlen nicht für eure Krise!"
Ein wirklich schönes Motto, zugegeben, aber leider eben so falsch wie hoffnungslos naiv.

Längst sind wir (dummes Stimmvieh hin, klaglos zahlende Steuerzahler her) in General- und Sippenhaftung der Berliner Junta und deren Komplizen, ob wir das wollen, ob uns das gefällt oder nicht.

Daher fordere ich jeden wahlmündigen Bürger / wahlmündige Bürgerin auf, endlich mit diesem scheindemokratischen Ritual Schluß zu machen; es gibt so viele andere, nützlichere Aktivitäten, als seine Zeit in einem muffigen Wahllokal zu verplempern.

1 Kommentar:

Phil hat gesagt…

meld dich mal bei mir..philipp.appelt@controlfx.de