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Mittwoch, März 18, 2009

Winnenden

Fassungslos betrachtet man die Bilder im Fernsehen, hört kopfschüttelnd die Nachricht im Radio: wieder ein Schüler, der völlig durchgeknallt Mitschüler/Mitschülerinnen, und Lehrer/Lehrerinnen ermordet: wahllos, grundlos, erbarmungslos.

Und ständig taucht nur immer eine einzige Frage auf: W A R U M ?

Die Unbegreiflichkeit dieser und der anderen Taten in Erfurt und Emsdetten hinterläßt eine grenzenlose Ohnmacht.
Das Tragische ist, daß diese Amok-Läufe so zu sagen "von jetzt auf gleich" passierten, ohne lange Vorankündigung. Anscheinend hatte Tim K. seine Tat doch nicht im voraus angekündigt.
Ich habe selbst eine schulpflichtige Tochter, und Angst, daß sich so etwas - auch an ihrer Schule wiederholen könnte.

Was mich aber mindestens ebenso betroffen und auch wütend macht wie die grausame Tat an sich ist, wie einige Politiker sich damit profilieren wollen.
Das Merkel meint, man müsse - auch unangekündigt - Kontrollen bei Waffenbesitzern durchführen. Abgesehen davon, daß Paragraph 13 Grundgesetz (die Unverletzlichkeit der Wohnung) dagegen steht, sind solche Kontrollen heute schon - unter gewissen Auflagen möglich.
Und überhaupt: alle Ballerspiele, Ego-Shooter und am besten auch noch alle Rollenspiele gehören sofort verboten!
Dabei vergessen all diese Idioten und Null-Peiler eines: Das Problem sind nie die Waffen an sich, sondern die Menschen, die sie benutzen!

Daß jemand Counterstrike oder WOW spielt macht ihn noch lange nicht zum Killer, genau so wenig wie jemand, der WORD benutzt, automatisch ein Nobelpreisträger für Literatur wird.
Nach meiner (unmaßgeblichen) Meinung "dienen" die jüngsten Amok-Attentate dazu, die Waffengesetze letztlich so zu verschärfen, daß bald niemand mehr privat Waffen besitzen darf.
Angesichts der sich verschärfenden Wirtschaftskrise macht das durchaus Sinn, denn sobald dieser Staat bankrott ist (all zu lange kann das nicht mehr dauern), werden Unruhen entstehen, und die Schergen von STASI2.0 (Schäuble) haben sicherlich keinen Bock in die Mündungen geladener Knarren der Zivilbevölkerung zu gucken.

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