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Samstag, Oktober 11, 2008

Der Zusammenbruch der Banken war "nur" die Ouvertüre ...

Die Angst geht um, in Deutschland, Europa, global und allumfassend.


Wer den Zusammenbruch des weltweit vernetzten Finanzsystems bereits ahnte, wer den [warnenden] Äußerungen seriöser, unabhängiger Experten Gehör und Glauben schenkte, der wurde ausgelacht, diffamiert und als „Unkenrufer“ und „Schwarzmaler“ tituliert.
Heute lacht kaum noch jemand – statt dessen schaut man ausschließlich in betretene Gesichter all jener, die vorher unbeirrbar und unaufhörlich das Mantra der "Selbstregulierung des Marktes" predigten und auf die G i e r als Antriebsmotor des kapitalistischen Wirtschafts- und Wertesystems setzten.
“Nach jedem Schaden wird man klüger“, weiß der Volksmund, aber wie ist es dann zu bewerten, dass nun diejenigen, die dieses Desaster (mit)angerichtet haben, dazu heran gezogen werden sollen, einen Weg aus der Krise zu suchen?

Man macht (mal wieder) den Bock zum Gärtner bzw. treibt den Teufel mit Belzebub aus!

Nach dem abgewandelten Motto an der Metzger-Theke heisst es seitens der Politik: „Dürfen es denn auch ein paar Milliarden mehr sein?“

Vorher, für den Bereich Bildung, Arbeitsmarkt etc. war das Gejammer und Gezeter darüber groß, dass angeblich kein Geld zur Verfügung stand, und heute werden den (Ab)Zockern und Ackermännern dieses Planeten Milliarden über Milliarden (Steuergelder) in den Rachen geschmissen. Ja, ur-plötzlich ist die Kohle dafür da, komisch, oder? Geht´s noch?

Früher, ja, da scheuten die Neoliberalen und mit Ihnen die Wirtschaftsbosse unisono die Verstaatlichung, wie der Teufel das Weihwasser, aber was passiert denn HEUTE?

Da stellen sich zwei tragik-komische Figuren vor die Mikrophone und Kameras, wetteifernd um die am tiefsten nach unten hängenden Mundwinkel und verkünden der verunsicherten Bevölkerung: „Die Spareinlagen sind sicher. Das gilt!“ Beinahe hätte ich laut „Basta!“ angefügt, aber da erinnerte ich mich doch schnell, dass das ja mal ein anderes A...l..h gesagt hat; das war zwar genau so korrupt, konnte dies jedoch besser kaschieren bzw. uns als REFORMEN „verkaufen“.

Ja, dieser von INSM Mohn/Bertelsmann etc. ferngesteuerte Hosenanzug in Komplizenschaft mit unserem Herrn Finanzminister entblödeten sich nicht, eine

s t a a t l i c h e Garantie – zunächst nur in Einlagenhöhe von je maximal 20.000 Euro abzugeben.

Später, als den beiden wohl dämmerte, was sie uns gegenüber „versprochen“ hatten, wurde die Höhe der Haftung plötzlich auf 50.000 Euro pro Spareinlage aufgestockt.

Haben wir, die wir doch auch schon mal neidvoll auf die Börse mit ihren höheren Kursgewinnen und Renditen geschielt haben, als wie es magere Zinsen auf unsere Sparbücher abwirft, haben wir, das Volk, solch eine Generosität und „Wohltat“ überhaupt verdient? Ist das Merkel am Ende nicht d o c h eine von den „Guten“, sogar eine von UNS? Und auch der tapfere und aufrechte Herr Steinbrück?

Nun, schauen wir uns diesen Versprecher, äh – pardon, schauen wir uns dieses Versprechen doch mal etwas genauer an.

Diese „Garantie“ ist die Luft nicht wert, mit der sie ausgesprochen wurde und das aus folgenden Gründen:

  1. ist (bislang) nicht die Rede davon, eine entsprechende Gesetzesvorlage dafür einzubringen,
  2. steht die Bundesrepublik bereits mit ca. 1,5 Billionen Euronen in der Kreide, und es kämen, bedingt durch diese irrwitzige Garantie, noch mal so zwei bis drei Billiönchen dazu.
  3. ist es eine Form der Verstaatlichung, denn mit was, bitteschön, soll denn hier mit Garantie gehaftet werden?! Hat unsere Regierung etwa einen bislang verheimlichten Dagobert-Duck-Euro-Tresor mit jeder Menge Phantastillionen? Oder wird demnächst die Bundesbank bzw. die EZB zig Tausende 1-Euro-Jobber/Zeitarbeitskräfte einstellen, um Tag und Nacht Euros in Sonderschichten rund um die Uhr zu drucken?

Da halte ich es lieber mit unserem Mielke auf Rädern – der ist a) Reali“sch“t und b) vertraut er auf die Bundeswehr im Kampf gegen die Bevölkerung, äh – Pardon, ich meinte im Kampf gegen aufgebrachte Kleinsparer, notorische Querulanten/Demokraten und ähnlich sektiererische Anhänger des Grundgesetzes.

Kurze (Polemik-)Pause:

Sie glauben doch nicht etwa allen Ernstes, dass wenn sämtliche Kathedralen des Geldes (Börsen und Finanzplätze) plötzlich schließen, finanztechnisch n i x mehr geht, die Weltwirtschaft still steht, dass Sie sich dann noch seelenruhig den JAMBA-Klingelton „R.I.P. – Goodbye, gutes, altes Finanzsystem, Goodbye!“ runterladen können, oder?

Spätestens dann, wenn der Spaßkassen-Automat keine Kohle mehr ausspuckt (wie kürzlich bei der Generalprobe), Sie bei ALDI, LIDL & Co. nicht mehr mit Ihrem Plastegeld bezahlen können, der große Bar-Abhebungs-Run auf die Geldinstitute einsetzt, um noch (vergeblich, da alle Institute dann geschlossen haben) zu retten, was zu retten ist, ja, spätestens dann erodiert die hauchdünne Kruste unserer Zivilisation.

In den 1930er Jahren arbeitete ein Großteil der Bevölkerung noch auf dem Land bzw. in landwirtschaftlich geprägten Betrieben (weiterverarbeitung landwirtschaftlicher Produkte) und konnte sich überwiegend noch darüber versorgen, aber heutzutage ...?

Ob wir es wahr haben wollen, oder weiterhin den Kopf in den Sand stecken: der „Schwarze Freitag“ von 1929 wird uns in Kürze wie ein milder Furz erscheinen angesichts der Dinge, die uns noch bevor stehen, denn der Zusammenbruch einiger Banken und fallende Aktienkurse waren „erst“ die Ouvertüre zu weit Schlimmerem.

Es ist vielleicht nicht ganz so verkehrt, sich in diesen, turbulenten Zeiten einen gewissen Vorrat an Lebensmitteln anzulegen.

... rät Ihnen ein „Unkenrufer“ und „Schwarzmaler“.

Möge der Geist und die Macht der guten, alten D-Mark mit Euch sein!

Passen Sie auf sich und Ihre Lieben auf! Alles wird gut – ... vielleicht, aber ich befürchte, es wird eher schlimmer & schlimmer, je länger diese korrupten 0-Peiler an den Schalthebeln der Macht sitzen.

http://www.basis-d.de

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