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Dienstag, April 24, 2007

Wolfgang Thierses "Empörung"

Vielleicht ist es dem Herrn Thierse bisher entgangen, aber wir leben bereits in einer ZUSCHAUERDEMOKRATIE. Der einzelne deutsche Bürger hat HEUTE de facto keinerlei Einfluß auf politische Entscheidungsprozesse! DAS IST SO! Ja, ganz recht, das ist bedauerlich und keinesfalls im Sinne der Gründerväter unserer Verfassung (die rotieren mit steigender Drehzahl in ihren Gräbern). Herr Thierse verschweigt (wie auch die Mehrheit der überbezahlten Berliner Polit-Marionetten), wer hier in diesem Land die WIRKLICHE MACHT ausübt.Wir sind definitiv nur (blödes) Stimmvieh. Wir dürfen alle 4 oder 5 Jahre unser Kreuz machen (und müssen es später klaglos tragen). DIESE FORM der Demokratie ist ein Anachronismus angesichts von WWW, E-Mail und Vernetzung.
Wir alle könnten uns diesen überbezahlten Debattierclub (mit der Lizenz zum Gelddrucken und für das persönliche RUNDUMSORGLOSPAKET) in Berlin locker ersparen, wenn es endlich in diesem Land eine BASISDEMOKRATIE gäbe.
Das ist meine Meinung
http://meinensenfdazu.blogspot.comhttp://thomasdietz.com

Dienstag, April 17, 2007

Deutsche Märchen

Von „ zu gut getarnten“ Wiederstandskämpfern, dusseligen „Kofferbombern“, der gefährlichen „Vogelgrippe“ und anderen deutschen Märchen ...


Das Märchen vom viel zu gut getarnten Wiederstandskämpfer

Es war einmal so vor ca. über 60 Jahren, da gab es einen Richter. Der hieß Hans Filbinger. Ihr wißt doch alle, was ein Richter ist, oder? Genau! Ein Richter bestraft Menschen, die was ganz Schlimmes oder Böses getan haben. Das nennt man auch „Urteile fällen“.

Nun war es aber so, daß diese Menschen, über die der Herr Filbinger urteilen sollte, nichts Falsches oder Böses getan hatten; sie hatten sich nur geweigert, andere Menschen tot zu schießen, weil ein gewisser Herr Hitler das irgendwann so befohlen hatte.

Was jedoch keiner wußte war, daß Herr Filbinger in Wirklichkeit auch schon immer gegen diesen Hitler war. Damit das aber nicht so auffiel, daß Herr Filbinger gegen Adolf Hitler war, mußte er leider, leider die Todesurteile gegen die armen Soldaten verhängen.

Tja, das war nicht so schön, das könnt ihr glauben, und beim Unterschreiben der Todesurteile hat seine Hand sowas von gezittert - da macht ihr euch keine Vorstellung von.

Noch Jahre später grämte es Herrn Filbinger ganz furchtbar, daß er so etwas Schreckliches tun mußte, aber leider bekam das niemand so recht mit.

Erst viele, viele Jahre später erzählte ein bekannter Schriftsteller die ganze Wahrheit über den Richter Filbinger. Aber anstatt sich zu freuen, daß nun endlich die wahre Geschichte heraus kam, daß Herr Filbinger eigentlich gegen den furchtbaren Adolf Hitler war, da schrieb der Schriftsteller etwas ganz anderes – eigentlich das genaue Gegenteil, und alle alle Leute zeigten mit den Fingern auf Herrn Filbinger, der nach der Herrschaft von Adolf Hitler Karriere gemacht hatte und sowas wie ein König wurde.

Durch die Verdrehung des Schriftstellers wurde Herr Filbinger als König abgesetzt und alle Leute, die ihn früher als Richter und später als König so supertoll fanden, wandten sich verärgert und enttäuscht von ihm ab.

Und das alles nur, weil sich der Herr Filbinger sooo große Mühe gegeben hatte, seine Gesinnung als Adolf-Hitler-Gegner vor allen Leuten zu verbergen. Tja, was lernen wir daraus? So kann es demjenigen gehen, der sich zu gut tarnt, und wenn er am 1. April nicht gestorben wäre, wäre es dafür mehr als Zeit.

Das Märchen von der hypergefährlichen Vogelgrippe

Vielleicht habt ihr ein Haustier? Eventuell einen Wellensittich oder Papagei? Tiere machen uns allen sehr viel Freude, stimmts?

Papageien und Wellensittiche können genau wie wir Menschen krank werden. Dann flöten sie nicht mehr so lustig und hören auch auf zu sprechen. Genau wie wir, wenn wir uns eine Erkältung eingefangen haben, dann ist uns auch nicht mehr so recht nach Trallala, oder?
Wenn Vögel krank werden, dann heißt das heutzutage „Vogelgrippe“. Ganz schlaue Wissenschaftler nennen die Krankheit bzw. die Klitz-Winz-Viren, die die armen Vögel krank machen, H5N1.

H5N1 klingt auch eher nach Krankenhaus und ganz vielen Ärzten, oder? Eben.

Jetzt sagen die ganzen Wissenschaftler, daß wenn unsere Piepmäze, also nicht nur Wellensittiche und Papageien, sondern auch unsere Hühner, Enten, Gänse und so weiter, die Vogelgrippe haben, können wir uns bei ihnen anstecken und ganz, ganz furchtbar krank davon werden.

Angeblich ist das auch schon irgendwo ganz weit weg, ich glaub´ in China, oder weißweißdennichwo passiert. Ja, hab ich gehört. Tatsache!

Nun braucht ihr aber trotzdem keine sooo große Angst davor zu haben, daß ihr euch bei eurem putzigen Hansi, oder eurer lieben Lora ansteckt, denn so lange auch die schlauen Wissenschaftler forschten und sich nach diesem bösen, superbösen H5N1-Virus unter ihren Mikroskopen die Augen rot suchten, fanden sie es nicht. Klingt komisch, meint ihr? Ist aber so.

Und obwohl sie dieses blöde Virus noch gar nicht gefunden hatten, !ZACK!, da hatte ein gewisser Herr Donald RummsBumsfeld in Amerika doch schon ein Medikament dagegen entwickeln lassen.

Jetzt denkt ihr bestimmt, daß ich euch veräppeln will, oder daß es bei m i r piept? Ein Medikament gegen ein Virus, das noch keiner gesehen hat? Tja, ich schwöre es – ich lüge euch echt nicht an, und ich weiß sogar, wie dieses tolle Medikament heißt. Es heißt TAMIFLU.

Alle Menschen haben ganz furchtbare Angst, sich bei (BEI ! – nicht beim) Vögeln anzustecken, und so kommt es, daß sich dieser Herr RummsBumsfeld nicht nur dumm, sondern sogar saudumm und dusselig an diesem Medikament verdient, das übrigens auch noch viele scheiß Nebenwirkungen hat und im Grunde zu NIX taugt und auch gegen NIX hilft.

Jetzt könnte ja einer auf den Gedanken kommen, daß der Herr RummsBumsfeld, seine Angestellten und die ganzen Wissenschaftler erst alle Leute bange vor der Krankheit gemacht haben, um sich schändlich zu bereichern. Psssst! Was meint ihr? Was war zuerst da? Die Henne oder das Ei? Vogelgrippe oder TAMIFLU?

Das Märchen von den dusseligen „Kofferbombern“
Es waren einmal zwei Freunde, Youssef Al Hajdib und Dschihad Hamad, die hatten sich einen ganz, ganz bösen Plan ausgeheckt.
Aus dem Internet besorgten sie sich Pläne zum Bau einer Bombe und gingen frisch an ihr islamisch-teuflisches Terror-Handwerk.
Sie schrieben eine Einkaufsliste, fuhren prompt in den nächsten OBI-Baumarkt, besorgten sich die notwendigen Utensilien und setzten alles nach diesem Internet-Plan zusammen. Die Bomben versteckten sie in Trolley-Koffern und marschierten damit schnurstracks zum Kölner Hauptbahnhof, wo zig Kameras den Herrn Dschihad Hamad (Dschihad heißt übrigens auf arabisch sinngemäß „Heiliger Krieg“ - wie praktisch!) in seinem weißen Nr. 13-Ballack-WM-Trikot ungehindert ablichten konnten.

Leider, oder sollte man eher sagen, Schäuble/Steinmeier sei Dank, waren diese beiden Herren jedoch in mehrfacher Hinsicht etwas unterbelichtet bzw. trommeldoof, denn:


1. hinterließen sie ihre Einkaufsliste nebst einer libanesischen Telefon-Nummer(!) in dem
Bombenkoffer, und

2. hatten es die beiden Herren Terroristen versäumt, ihre „Konstruktion“, oder zumindest eine
kleinere Variante davon, vorher auf ihre Funktionstüchtigkeit zu überprüfen, und

3. müssen unsere Terrorbekämpfer einen heißen Tip bekommen haben, denn bis zum 18.8.06
war nur das Gesicht, nicht aber der Name des "Kofferbombers" bekannt. Über die Identität
dieses Informanten herrscht Schweigen.

Es drängen sich selbst für denjenigen, dessen I. Q. unterhalb der Körpertemperatur liegt, gleich mehrere Fragen bzw. Ungereimtheiten auf:

Da ist zunächst die zeitliche Diskrepanz zwischen dem angeblich geplanten Zeitpunkt des Anschlages (lt. offizeller Verlautbarung sollte das der 31. Juli 2006 gewesen sein) und der mit einem Riesen-Medien-Bohei veranstalteten Ausstrahlung des Überwachungsvideos am 18. August 2006 (mehr als zwei Wochen später)! Bis dahin spielten sämtliche, beteiligten Organe den Vorfall mehr oder weniger herunter.
Denn, was für ein Schäuble/Steinmeier-Zufall: just zu diesem Zeitpunkt mußte das deutsche Stimmvieh, pardon - das deutsche Volk nämlich auf die Libanon-Aktion der Bundesmarine vorbereitet bzw. eingestimmt werden. "Zufälle" gibt´s - komisch, oder?
„Dschihad" Hamad hat bei seiner ersten Vernehmung zwar zugegeben, daß er den Koffer im Bahnhof abgestellt hat, aber über dessen Inhalt nichts gewußt habe. Das kann eine reine Schutzbehauptung sein – muß aber nicht.

Mich jedenfalls erinnert dieser ganze verlogene Scheiß an einen PKW, der nach dem 11. September 2001 „zufällig“ am Flughafen von Boston entdeckt wurde, und in dem man ebenfalls „zufälligerweise“ einen Koran, Unterlagen für Flugschüler und aufmunternde Worte für den Weg ins islamische Paradies etc. gefunden hatte.

Nach meiner (unmaßgeblichen) Meinung sollte durch diese tölpelhafte Inszenierung der deutschen Bevölkerung folgendes [Feind]Bild vermittelt werden: es sind nicht unbedingt immer finster dreinblickende Männer á la Bin Laden mit Turban und Kurnaz-Sauerkraut um die Birne, die böse, böse Anschläge planen - Nein! Seht her! Dieser nette, junge Student von nebenan, unverschämterweise auch noch im Ballack-T-Shirt, oder Dein immer gut gelaunter und freundlich grinsender Dönerschmied an der Ecke sind alles potentielle Terroristen!
DAS ist die Aussage! Genau DAS soll den Leuten vermittelt werden und die Ängste schüren!
Und, um das Ganze abzurunden werden den Unbedarften gleich die Instrumente zur „Terrorbekämpfung“ (Online-PC-Schnüffelangriffe, Anti-Terrordatei, Paßbilderabgleich u. s. w.) vorgestellt und „schmackhaft“ gemacht.

FÜR WIE BLÖD HALTEN UNS SCHÄUBLE UND KONSORTEN EIGENTLICH?!


Bzw. anders gefragt:


WIEVIEL HIRNVERBRANNTEN UNSINN LASSEN WIR UNS NOCH AUF KOSTEN UNSERER (bereits eingeschränkten) FREIHEIT BIETEN???

Montag, April 16, 2007

Filbinger - Oettinger, oder: langsam verwischen sich die Unterschiede

Bei Oettingers Entgleisung anläßlich seiner Trauerrede für Herrn Filbinger kann man vielleicht sogar noch dankbar dafür sein, daß dieser Herr Oettinger, den Herrn Marine-(Scharf)Richter Hans Filbinger nicht noch als Wiederstandkämpfer deklariert hat.
Ich meine, es ist schon ein harter Schlag ins Gesicht aller wirklichen Demokraten, diesen willfährigen Nazi-Schergen als GEGNER des Nazi-Regimes zu bezeichnen, und ich fühle mit den Angehörigen, den dieses Arschloch zum Tode befördert hat.
Aber damit zeigt Herr Oettinger nur s e i n Verständnis von Demokratie und Geschichte. Wenn man sich am ganz, ganz rechten Spektrum anbiedert, muß man auch mit massiver Kritik rechnen. Selbst schuld.

Donnerstag, April 12, 2007

Oettinger und seine Rede zum Tod von Hans Filbinger

Vielleicht müssen wir in Zukunft dankbar dafür sein, daß Herr Oettinger Hans Filbinger nicht auch noch als Wiederstandskämpfer genannt hat. Mir ist sowieso schon speiübel genug.
Diese Grabesrede ist ein Schlag ins Gesicht all jener, die sich w i r k l i c h als Demokraten verstehen.
Nach meiner (unmaßgeblichen) Meinung tat und tut sich dieser Staat sehr, sehr schwer mit seiner Geschichte, aber ein Herr Oettinger hat absolut kein Recht diese gottverdammte NAZI-Sau von seiner Schuld reinzuwaschen!
Was wahr ist, muß wahr bleiben!
Und dieser schreckliche Jurist hat TODESURTEILE unterschrieben!
All diese menschenverachtende Schweine verstecken sich hinter der Nazi-Befehlsstruktur. Sehr bequem. Aber das ist (leider nichts Neues).