Bloggeramt

Blogverzeichnis

Dienstag, November 21, 2006

Ein Jahr "große" Koalition - Ein Resumé

Tja, die Zeit vergeht rasend schnell, und flugs ist ein Jahr vorbei.
Die "große" Koalition ist nun seit einem Jahr im Amt, und alle ziehen (Zwischen)Bilanz. Was hat nun unsere tolle Regierung denn so alles zustande gebracht bzw. wie stellt sich das schwarz-rote Konglomerat dar?

Auf den ersten Blick ist erstaunlich, wie erstaunlich gering die Unterschiede zu Rot-Grün sind. Ein Herr Müntefering entblödet sich nicht, sozialdemokratische Kernkompetenzen zugunsten des reinen Machterhalts zu opfern (aber das hat Ex-Kanzler Schröder ja bereits vor ihm mit der Agenda2010 und Hartz IV vorexerziert, und da war die Hemmschwelle eben etwas niedriger).

Das absolut herausragende "Highlight" dieser "Regierung" (oder sollte man eher von einer Krisen- bzw. Mangelverwaltungsgesellschaft sprechen?) ist ihr sogenanntes "Reformwerk".
Bisher ging ich konform mit der Definition des Brockhaus, wonach Reform als etwas erklärt wird, das einen vorherigen Zustand wie auch immer v e r b e s s e r t.
Nicht so bei der derzeitigen Stümpertruppe.
Nein, ich gehe an dieser Stelle nicht wieder auf die Gesundheits"reform" unserer Ulla ein - dazu wäre jedes weitere Wort mehr als überflüssig.
Das "Reformwerk" dieser "Regierung" kann jede(r) auf Euro und Cent an der Lohn- und Gehaltsabrechnung Ende Januar 2007 ablesen.
Berauscht durch die steuerlichen Mehreinnahmen 2005/2006 und den so genannten "Aufschwung" erklärt Peer Steinbrück mit stolz geschwellter Brust, daß dieses Jahr die Kriterien zum Maastricht-Abkommen (Nettoverschuldung unter 3 %) eingehalten werden.
Toll. Da freuen wir uns doch alle einen Wolf. Daß dieser so genannte "Aufschwung" nur ein konsumbedingtes Strohfeuer wegen der Mehrwertsteuererhöhung im nächsten Jahr ist, und keiner weiß, wie die Konjunkturdaten für das 1. und 2. Quartal 2007 aussehen, kann man ein derartiges Verhalten geschönt nur als "blauäugig" bezeichnen.
Spätestens im 3. Quartal 2007 kommt es ganz knüppeldick. Das weiß die scheiß Polit-Clique nur zu genau, aber sie will uns eben den "Spaß" nicht verderben und hält deshalb mit Recht die Schnauze.
Spätestens zum 1. Oktober 2007 haben wir g a r a n t i e r t einen 16 %igen Beitrag zur Krankenversicherung. Über die Arbeitslosenquote zu diesem Zeitpunkt gebe ich keine Prognose ab.
Es wird so dilettantisch weitergewurschtelt wie immer.


Die Lüge über die "viel zu hohen Lohnnebenkosten"

Überhaupt: nach einem oder nach 3 Jahren - wir werden so oder so kackfrech beschissen, belogen, über den Tisch gezogen etc., aber das wissen wir ja bereits und sind nichts anderes von dieser korrupten Idiotentruppe gewohnt.

Keine Kommentare: